Der Gruppenleiterkurs ist das zentrale Ausbildungselement unseres Verbandes. Er vermittelt grundlegende pädagogische (Arbeiten mit Gruppen, Moderation & Intervention, Methoden) und rechtliche Kenntnisse (Jugendschutz, Aufsichtspflicht) für die selbstverantwortliche Begleitung von Kinder- und Jugendmaßnahmen. Entsprechend ist auch die Reflektion der eigenen Rolle zentraler Inhalt des GLK.
Didaktisch richtet sich das Angebot nach einer Wochenplanung aus, in der verschiedene Bausteine des Leiterdaseins fester Bestandteil sind. Aber integriert ist auch genügend Zeit für die Teilnehmenden, sich selbst in einer Praxiseinheit auszuprobieren. Dies wird im Anschluss durch die Teamer und die Teilnehmenden intensiv und ausführlich reflektiert. Dieses Konzept wird durch verschiedene methodische Ausrichtungen (beispielsweise Erlebnis- und Spielepädagogik) erweitert.
Der GLK dient zudem der Stärkung der KSJ-Identität unserer Mitglieder. Deswegen ist er kein offenes Kursangebot. Das Angebot richtet sich also an KSJ-Mitglieder. Möglich ist allerdings die Teilnahme von Mitgliedern KSJ-naher Gruppen („KMF-kids“), interessierten Schülerinnen und Schülern von Kontaktschulen und KSJ-Mitglieder aus anderen Diözesanverbänden.
Die Teilnahme am GLK ist ab 16 Jahren möglich. In begründeten Ausnahmefällen dürfen Jugendliche mitfahren, die noch 15 Jahre alt sind und innerhalb der nächsten drei Monate 16 werden. Diese Regelung entspricht den üblichen Vorgaben des BDKJ sowie aller Träger der Jugendbildung und ist in der finanziellen (Zuschußmöglichkeit des Kurses selber, auch für die von GLK-Absolventen geleiteten Maßnahmen) und pädagogischen (Heterogenität der Gruppe, Entwicklungsstand der Teilnehmer, einfachere Regelbarkeit des Jugendschutzes) Sinnhaftigkeit begründet.
Da unser GLK sich somit insgesamt an den Richtlinien zur Gruppenleiterausbildung in NRW orientiert, werden die Absolventen des GLK auch bei anderen Trägern der Jugendbildung anerkannt. Zudem berechtigt der Besuch des GLK (und des Erste-Hilfe-Kurses) zum Erwerb der Juleica.
Die Notwendigkeit der Teilnahme am GLK möglichst aller Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter einer Stadtgruppe ist durch unsere Satzung festgesetzt: Maßnahmen wie Ferienlager können nur bezuschusst werden, wenn mehr als 50% einen GLK (allerdings nicht zwangsläufig bei uns) besucht haben. Dadurch gewähren wir die kompetente Ausbildung der Leiterinnen und Leiter auch nach außen.
Der GLK findet einmal im Jahr in der ersten Woche der Herbstferien in einem externen Haus statt und erstreckt sich über sieben Tage. Als ergänzende Angebote für die GLK-Teilnehmer bieten wir einen Ersten-Hilfe-Kurs und eine Hygieneschulung an.
Der Checkpoint ist ein Angebot für alle Lagerleiter und Lagerleiterinnen, Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter und Leiterrunden, die mit ihren Stadtgruppen ins Ferienlager fahren wollen. Der Schulungstag dient zur Auffrischung der inhaltlichen Elemente des Gruppenleiterkurses. Es geht also um die Bearbeitung aktueller Fragen und die Vermittlung aktueller Veränderungen (beispielsweise bei rechtlichen Dingen). Desweiteren werden relevante rechtliche Grundlagen zur Aufsichtsflicht aufgefrischt, es findet ein Austausch zwischen den Lagerleiterinnen und Lagerleitern statt, die Reflexionsfähigkeit und die Selbst- und Fremdwahrnehmung wird gefördert und auch das Methoden- und Spielerepertoire wird erweitert. Diese Aktion ist quasiverpflichtend für die Lagerleitungen innerhalb der KSJ.
Auf der Grundlage des teilnehmerorientierten Angebots („Welche Fragen habt ihr?“) könnten weitere Themen sein: Erste Hilfe im Lager; Austausch in Bezug auf Pragrammgestaltung, Umgang mit schwierigen Kindern oder das Verhalten in problematischen Situationen; das Kennenlernen von neuen „Pausenfüller-Spielen“; Spirituelle Angebote im Ferienlager; Reflektion; Hygiene; Lagerküche, Öffentlichkeitsarbeit, etc.
Der Lagercheckpoint findet an einem Tag an einem Wochenende im Frühjahr statt. Da sich inhaltlich stark an den Themenwünschen der Stadtgruppen orientiert wird, gibt es keinen festen Tagesablauf. Dieser Tag hat vielmehr Workshopcharakter, damit so viele Themen wie möglich behandelt werden können. Dabei können die Lagerleitungen ihren Themen mit einbringen ("Best Practices").
Das „Gegenstück“ zum Lagercheckpoint ist der Lagerabrechnungstag. Dahinter verbirgt sich das Angebot von der Geschäftsführung des KSJ Diözesanverbands, die Kanzlerinnen und Kanzlern in der finanztechnischen Abrechnung des Lagers zu unterstützen.
Dieser Tag ist ein verpflichtendes Angebot für alle Stadtgruppenleiterinnen und -leiter und Kanzlerinnen und Kanzler. Er wurde geschaffen, um insbesondere in der Rolle als Leiter und Leiterin und im Umgang mit dem Finanzwesen Kenntnis zu ermöglichen und um dem Handeln als Stadtgruppenleitung mehr Sicherheit zu geben. Bei diesem Schulung- und Reflexionstag soll den teilnehmenden Stadtgruppenleitungen auch das Gefühl vermittelt werden, dass sie Hilfe bei ihren Aufgaben bekommen und sich jederzeit an die Diözesanleitung, das Diözesanbüro oder den Geschäftsführer wenden können.
Die Teilnehmenden sollen durch die Vermittlung von Sachwissen und Erfahrungsaustausch lernen, Verantwortung zu übernehmen, die Teamfähigkeit soll gefördert werden, hier kann Gemeinschaft erlebt werden, das Prinzip „Jugend führt Jugend“ innerhalb des ehrenamtlich denkenden und handelnden Jugendverbands KSJ wird so vermittelt und weitergeführt, die Handlungskompetenz wird erweitert und die organisatorische Kompetenz ausgebaut.
Inhaltlich geht es um aktuelle Themen, Inhalte und Fragestellungen, Finanzen, Fördermöglichkeiten, Abrechnung, Versicherung, Kassenführung, Mitgliederverwaltung, etc. Berücksichtigt werden immer auch die Anliegen der Stadtgruppen und aktuelle Probleme.
Als dauerhaftes Angebot der Diözesanebene gibt es natürlich stets ein offenes Ohr mit Informations- und Beratungsmöglichkeiten zu allen Fragen der Stadtgruppenleitung. Die Basics der Stadtgruppenleitung sind zudem auch im „Stadtgruppenleiter-Handbuch“ gesammelt, das im Diözesanbüro angefordert werden kann.


